Wenn der Bus nicht kommt

12. Juni 2018  Fachpolitik

Wir begeben uns gerade in die letzten Kurve vor der Sommerpause und steigern noch mal das Tempo. Neben diversen fachlichen Terminen und Terminen in den Wahlkreisen kommen auch noch diverse Themen auf den Tisch, die noch vor den Ferien abgearbeitet werden müssen. Und ganz zum Schluss schließen wir das erste Halbjahr mit einer dreitägigen Landtagssitzung. Mehr dazu in den kommenden Tagen.

Im Gespräch mit Jugendlichen aus der Börde und Bitterfeld über die täglichen Probleme des Schülerverkehrs

Gestern nahm ich an einer Veranstaltung des Kinder- und Jugendringes teil, bei der wir gemeinsam mit jungen Menschen über das Thema öffentlicher Personennahverkehr diskutiert haben.

Die Abgeordneten und Verkehrspolitiker Falko Grube (SPD), Frank Scheurell (CDU) und mein Kollege Guido Henke waren auch mit vor Ort. Das war sehr hilfreich, da ich als Jugendpolitikerin nicht im Detail über Verkehrspolitik bescheid weiß.

Eine Frage der jungen Menschen war zum Beispiel, ob Busfahrer an den Haltestellen anhalten müssen, wenn der Bus fahrplanmäßig dort lang fährt. Müssen sie nicht, sagen die allgemeinen Transportbedingungen des Landes. Also kommt es mitunter vor, dass der Bus die Schüler morgens gar nicht mitnimmt. Da fragt man sich schon, wer sich solche Regelungen ausgedacht hat…

Auch andere Probleme des Bus- und Bahnverkehrs für Schüler wurden sehr leidenschaftlich diskutiert. Eine Schülerin berichtete davon, dass der Bus morgens manchmal gar nicht kommt und sie die drei Kilometer lange Strecke an einer stark befahrenen Landstraße dann zu Fuß zurück legen muss. Resultat ist, dass es einen fraktionsübergreifenden Antrag zur Verbesserung des Schülerverkehrs im Verkehrsausschuss geben wird. Außerdem werde ich mich an die für den Schülerverkehr zuständigen Landräte wenden, um die Passgenauigkeit von Fahrplänen zu optimieren.

Das war eine spannende Runde zu einem wichtigen Thema. Toll, dass mit dem Projekt “Jugend Macht Zukunft” junge Menschen, Politiker und die Verwaltung an einen Tisch geholt werden. So kann ein Perspektivenwechsel und ein Verständnis für alle Interessen gelingen. Der Kinder- und Jugendring wird weitere Veranstaltungen in diesem Format durchführen, bekommt allerdings nur eine Förderung bis Ende des Jahres. Wie genau es danach weiter geht, ist noch nicht sicher. Ich werde ich in den Haushaltsverhandlungen jedenfalls sehr für die weitere Finanzierung des Projektes einsetzen.