Engagement

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Bei einer Vorstandssitzung von fjp>media im Jahr 2004

Ich nehme Dinge gern selbst in Hand, probiere neue Sachen aus und frage nach, wenn mich etwas interessiert. In meiner Jugendzeit war ich daher in verschiedenen Bereichen aktiv: im Schulchor, bei der Fußballmädchenmannschaft und bei der Schülerzeitung Reality des Gymnasiums in Wolmirstedt.

Durch meine Arbeit bei der „Reality“ kam ich in Kontakt mit fjp>media, dem Verband junger Medienmacher Sachsen-Anhalt. Dort gab es die Möglichkeit sich journalistisch weiter zu entwickeln, Workshops zu besuchen, Tipps beim Recherchieren und Layouten zu bekommen. Anfang 2003 wählten mich die jungen Medienmacher zur Vorsitzenden von fjp>media.

Parallel zum Studium engagierte ich mich dann stark im Verband und organisierte unter anderem drei Reportagereisen: 2005 nach Bosnien-Herzegowina, 2007 nach Vietnam und 2009 nach Chile. Außerdem wurde ich 2006 Vorstandsmitglied im Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt und Mitglied im Landesjugendhilfeausschuss.

Dank dieser Erfahrungen und der ehrenamtlichen Arbeit bekam ich ein Studienstipendium der Rosa-Luxemburg-Stiftung. So konnte ich mein Studium finanzieren und weiter in Verbänden und Vereinen tätig sein.

Das erste Mal persönlich in Kontakt mit den Linken kam ich im Jahr 2005. Ich hatte die Chance, eine der ersten Mentees der Landtagsfraktion zu sein. Mehrere Wochen durfte ich die Abgeordnete Eva von Angern begleiten, die Arbeit der Fraktion, den politischen Betrieb kennenlernen. Die Arbeit der Abgeordneten und der Fraktion haben mich so begeistert, dass ich Mitglied wurde und mich in den Basisorganisation in Wolmirstedt engagierte. Ich besuchte Sitzungen, Kreisparteitage, Bundesparteitage, hängte Plakate, mischte mich ein.

Zur Landtagswahl 2006 trat ich – ermuntert durch GenossInnen in Fraktion und Basisorganisation an. Leider verpasste ich ein Mandat ganz knapp. Der verpasste Einzug ermöglichte mir allerdings, in Ruhe mein Studium zu beenden.

Ich bin Vorstandsmitglied im Förderverein des Gymnasiums Wolmirstedt.

Aber auch ganz individuell versuche ich mich solidarisch einzusetzen. Seit ein paar Monaten lebt daher ein politischer Flüchtling aus der Türkei an den Wochenenden bei uns, der in Magdeburg eine Ausbildung zum Kinder- und Jugendpsychotherapeuten absolviert.