Wahlkampf vor Ort

IMG_5362Kurz nach der Rückkehr aus Berlin ging es an die Arbeit vor Ort. Zu zweit sollten Plakate in Samswegen, Klein Ammensleben, Groß Ammensleben, Gutenswegen, Jersleben, Gersdorf und Valdorf gehängt werden. Da ich bei den vergangenen Wahlkämpfen immer für die Orte nördlich von Wolmirstedt zuständig war, konnte ich nun auch mal einige andere Dörfer aus der Nähe (und nicht nur beim Durchfahren) kennen lernen.

Mit Auto, Leiter, Plakaten, Kabelbindern und Zange ausgerüstet, machten wir uns auf den Weg. Erschreckend war, wie viele Plakate von AfD und NPD in den Dörfern hingen. Wo wir teilweise nur drei oder vier Plakate pro Dorf hatten, hingen von den rechten Parteien teils doppelt so viele. Wir haben versucht, so gut wie möglich zu kontern. Als wir gerade ein Plakat mit „Brandstifter abschieben!“ (im Hintergrund ein durchgestrichenes Hakenkreuz) unter ein NPD-Plakat hängten, hupte ein vorbei fahrender LKW-Fahrer und zeigte uns einen nach oben gereckten Daumen. Tolle Motivation!

Drei Tage in Berlin

IMG_5347Um in die Bundespolitik und die Arbeit der Abgeordneten in Berlin reinzuschnuppern, habe ich drei Tage bei Jan Korte in Berlin hospitiert. Das war nicht nur inhaltlich, sondern auch persönlich spannend. Bieten konnte Jan eine Menge: Arbeitskreissitzung, Fraktionssitzung, Sitzung des Bundesinnenausschusses und zum Abschluss noch eine Plenarsitzung im Reichstag. Zwischendurch gab es immer wieder Gespräche mit Jan, bei denen ich meine Fragen stellen konnte und er mir genauer von seiner Arbeit und dem Austausch mit den Linken in Sachsen-Anhalt erzählen konnte. Ganz nebenbei gab es dann auch noch interessante und lehrreiche Gespräche mit seinem Team, die ein oder andere lustige Begebenheit und jede Menge fachlichen Input.

Wahlvorbereitung mal anders

Um mich auf mein Landtagsmandat vorzubereiten, habe ich mir in meinem Wahlvorbereitungsurlaub ein kleines Praktikumsprogramm verordnet. Dazu habe ich drei Hospitationstermine auf verschiedenen politischen Ebenen vereinbart.

Zuerst ging es zu Angelika Klein, Landrätin in Mansfeld-Südharz. Ich durfte sie an zwei Tagen zu fast allen Terminen begleiten (nur der Innenminister blieb von mir verschont) und eine Menge Fragen stellen. Da Angelika bis vor Kurzem selbst Abgeordnete im Landtag war, konnte sie mir aus zwei Welten berichten und auch gut erklären, wie beide zusammenwirken und wo es hin und wieder Probleme gibt.

Immer wiederkehrendes Thema war die Flüchtlingssituation und der Umgang damit. Das so genannte „Heidelberger Modell“, von dem ich schon bei meiner Arbeit im Ministerium gehört hatte, muss demnächst auch von den Landkreisen gehändelt werden. Das ist nicht so einfach und erfordert von der Verwaltung ein schnelles und unkompliziertes Handeln. Dass das in Mansfeld-Südharz gut klappen wird, ist mir nach meinem kleinen Einblick jetzt ganz klar.