30.01.2018 | Im Wahlkreis
Als persönliche Referentin des Sozialministers war damals u.a. meine Aufgabe, Termine des Ministers vor- und nachzubereiten. Dazu gehörte es, Absprachen mit den zu besuchenden Einrichtungen zu treffen und die Abgeordneten zu informieren, die in dem jeweiligen Wahlkreis tätig waren. Letzteres habe ich zeitlich nicht immer geschafft, so dass wir hin und wieder Ärger von den Abgeordneten bekamen, die nicht davon wussten, dass der Minister bei ihnen vor Ort einen Bescheid übergeben oder eine Einrichtung besucht hatte.

Übergabe des Zuwendungsbescheids u.a mit Finanzminister Andre Schröder, Manfred Maas von der Investitionsbank, Abgeordneten aus Landes- und Bundesebene und dem Schulleiter Carsten Koslowski (rechts) in der Aula der Schule; Foto: MF
Jetzt als Abgeordnete weiß ich den Service der Ministerien sehr zu schätzen und merke auch die feinen Unterschiede in der Informationspolitik der Ministerbüros.
Von der ordentlichen Arbeit eines persönlichen Referenten habe ich in der vergangenen Woche profitiert. Ich bekam eine Mail mit der Information, dass der Finanzminister dem Gymnasium in Wolmirstedt einen Zuwendungsbescheid für eine energetische Sanierung überreichen wollte. Die Übergabe sollte am 29. Januar stattfinden. Glücklicherweise passte der Termin bei mir, also fuhr ich am Montag in die Schule, in der ich 8 Jahre meines Schullebens verbrachte.
Nur durch die Möglichkeiten, die mir im Kurfürst-Joachim-Friedrich-Gymnasium geboten wurden, konnte ich auch nach dem Abitur meinen Weg gehen. Ohne Schülerzeitung, Schülerradio und verständnisvolle Lehrer, die meine vielen Fehlzeiten meist langmütig hinnahmen, wäre ich heute nicht in der Politik.
Jetzt als Abgeordnete kann ich der Schule etwas zurück geben. Gerade beim sehr akuten Lehrermangel kommen viele Hinweise und Bitten. Gestern blieb ich noch lange nach dem offiziellen Termin und sprach mit der Schulleitung über die aktuelle Lehrersituation in der Schule und Gestaltungsmöglichkeiten der Politik. Gut, dass momentan “nur” knapp 950 Schüler das Gymnasium besuchen und daher auch nur rund 80 Lehrer benötigt werden. Zu meinen Schulzeiten war das Gymnasium mit fast 1.400 Schülern mehr als ausgelastet und das Lehrerkollegium im dreistelligen Bereich.
Dass der Finanzminister einen Bescheid über 2,3 Millionen Euro überreicht hat und ich dabei sein konnte, freut mich sehr. Das Geld soll für eine Photovoltaikanlage, neue Fenster und Sonnenschutz für die Klassenräume verwendet werden. Das klingt nach guten Bedingungen für die junge Generation. Mit noch besseren Lernbedingungen bringt die Schule neben einem Bürgermeister (Martin Stichnoth, BM Wolmirstedt), Mitglieder einer erfolgreichen Pop-Band (Bill und Tom Kaulitz von Tokio Hotel), einer Abgeordneten und vielen erfolgreichen Abiturienten sicher noch mehr engagierte junge Menschen hervor. Schön, dass sich das Finanzministerium und die Investitionsbank um die äußeren Rahmenbedingungen kümmern. Ich bemühe mich parallel um die inneren Werte, wie ausreichend Lehrer und außerschulische Projekte.
14.12.2017 | Im Wahlkreis
Seit diesem Jahr bin ich Mitglied im Beirat der Investitionsbank. Meine Fraktion hat mich in meiner Funktion als Haushälterin für diese Legislatur benannt. Im Beirat sitzen neben jeweils einem Abgeordneten je Fraktion auch Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und von den kommunalen Spitzenverbänden.
Der zwei Mal jährlich tagende Beirat wird über aktuelle Entwicklungen der Bank informiert und kann Diskussionsprozesse anstoßen. Bisher hat der Beirat einmal getagt. Informiert wurde über den Aufbau und den aktuellen Zustand der Bank.

Frau Ehrenberg, die ehrenamtlich im Integrationstreffs arbeitet, nahm die Spiele und Bücher für die Kinder entgegen
Einige Tage nach der Sitzung bekam ich eine Mail von der IB, mit der Bitte, ein Datenblatt auszufüllen, um das Sitzungsgeld in Höhe von 150 Euro zu erhalten.
Dass es ein Sitzungsgeld geben würde, war mir bis dahin nicht bekannt und verwunderte mich etwas. Immerhin bin ich doch nur Mitglied des Beirats, weil ich Abgeordnete bin, um genau auch in solchen Gremien mitzuarbeiten. Ich bekomme schon eine umfangreiche Diät, wozu brauche ich dann noch ein Sitzungsgeld?
Mein erster Implus war also, das Geld nicht zu nehmen. Sollte es die Bank behalten und damit sinnvolle Sachen anfangen.
Nach einigem Überlegen habe ich mich dann aber doch anders entschieden. Ich gab das Datenblatt ab und entschied, das Geld für einen sinnvollen Zweck zu spenden.
Als wir im November im Rahmen des Vorlesetages im Integrationstreff Genthin waren, wurde uns berichtet, dass es dort kaum Bücher und Spiele für die Kinder gab. Also kaufte ich von dem Geld kindgerechte Bücher und Spiele. Diese überreichten wir heute.
Auch die zukünftigen Sitzungsgelder werde ich für soziale Zwecke spenden. Wer Bedarf hat, kann sich gern bei mir melden.
17.11.2017 | Im Wahlkreis

Belagerungszustand in der KiTa Wolmirstedt – je spannender das Buch wurde, desto näher kamen die Kinder…
Heute ist der bundesweite Vorlesetag. Überall im Land lesen Politiker, Schauspieler, Musiker und Lesebegeisterte jeden Alters Kindern vor.
Schon im vergangenen Jahr hatte ich versucht, möglichst viele Kinder zu besuchen, stellte aber schnell fest, dass bei mehreren Vorleseterminen am Tag irgendwann die Stimme versagt. Um in diesem Jahr in allen drei Wahlkreisen zu wirken, splittete ich die Termine auf.
In der vergangenen Woche las ich in Burg in der Förderschule Dr. Theodor-Neubauer. Vorgelesen wurde das Buch “Pippi Langstrumpf plündert den Weihnachtsbaum”. Damit die Kinder das Buch gemeinsam bis Weihnachten lesen können, spendete ich einen Klassensatz.
Anfang dieser Woche ging es weiter im Integrationtreff Genthin. Dort las ich in zwei Etappen für Kinder aus Syrien und Algerien. Die jüngeren Kinder waren zwischen 6 und 10 Jahre alt und wollten auch Pippi Langstrumpf hören. Die älteren lauschten gebannt bei “Pippa, die Elfe Emilia und die Katze ZimtundZucker”. Es war toll zu sehen, wie gut die Kinder schon deutsch konnten, obwohl einige erst ein Jahr in Deutschland sind. Da der Integrationstreff kaum Spielsachen und Gesellschaftsspiele hat, werden wir in den kommenden Wochen noch einige Dinge vorbei bringen.
Heute, am eigentlichen Vorlesetag, war dann der letzte Termin in der KiTa Storchennest in Wolmirstedt. Die 4- bis 6-jährigen lauschten sehr aufmerksam gleich drei Büchern hintereinander. Gelesen wurde “Herr Rumelpumpel fliegt weg”, “Maulwurf und der kleine Vogel” (was gut passte, weil ich der Maulwurfgruppe vorlas) und mein Lieblingskinderbuch “Die Schnecke und der Buckelwal”.
Das waren drei wirklich schöne und fröhliche Termine. Vorlesen bringt auch allen mehr Freude als eine Ausschusssitzung mit Erwachsenen… Toll, dass es den Vorlesetag in Deutschland gibt.
05.11.2017 | Im Landtag, Im Wahlkreis
Im Rechnungsprüfungsausschuss haben wir uns am Donnerstag erstmalig über den aktuellen Prüfbericht des Landesrechnungshofes verständigt. Die dort genannten Themen werden ab 2018 nach und nach abgearbeitet. Ich werde zwei Themen vorstellen, die mir thematisch sehr liegen. Zum einen das Thema “Mängel bei der Förderung der Jugendbildungsreferenten” und zum anderen “Mängel bei der Landeszentrale für politische Bildung beim Umgang mit Fördermitteln”. In der kommenden Sitzung Ende November legen wir fest, wann welcher Bericht vorgestellt werden soll.
Besonders der Bericht zu den Jugendbildungsreferenten interessiert mich sehr, da ich mich mit dem Thema schon länger beschäftige. Die Prüfung des Rechnungshofes gibt meinen Plänen zur Veränderung der Förderpolitik gute Argumente und Rückenwind. Ich hoffe, dass sich nun auch durch den Druck vom Rechnungshof bald etwas in diesem Bereich verbessern wird.
Am Freitag hatten wir im Untersuchungsausschuss Manfred Maas, den Chef der Investitionsbank als Zeugen geladen. Die Befragung dauert bis in den Nachmittag hinein, brachte aber wenig neue Erkenntnisse. Wir haben aber durch seine Aussagen unsere Zeugenliste erweitern können. Es werden also demnächst von uns noch weitere Zeugen geladen, die bisher noch nicht im Fokus standen. Über die Befragung von Herrn Maas berichteten Volksstimme und Mitteldeutsche Zeitung.
Samstag ging es um 10 Uhr nach Klein Wanzleben, wo der Kreisparteitag des Bördekreises stattfand. Es galt, einen neuen Kreisvorstand zu wählen. Die verschiedenen Basisorganisationen im Kreis konnten Kandidaten für den 14-köpfigen Vorstand benennen.
Aus meiner BO in Wolmirstedt traten vier Genossen an, zwei schafften es in den Vorstand. Wir hatten in den vergangenen Monaten mehrmals darüber gesprochen, ob ich antreten solle, uns aber gerade wegen der zusätzlichen Arbeitsbelastung dagegen entschieden. Auf dem Parteitag kam aber spontan eine Genossin, die auch für den Vorstand kandidierte, zu mir, und bat mich, auch anzutreten. Eine Begründung war, dass mehr junge Menschen in den Vorstand sollen. Ich hatte ganze zwei Minuten Zeit, mich zu entscheiden, wog Pro und Kontra ab und sagte zu.
Bei meiner Vorstellung erklärte ich auch, dass ich auch für Jerichower Land zuständig bin und mich der Kreisvorstand dort auch ab und zu sehen will. Daher werde ich sicher nicht alle Termine des Kreisvorstandes Börde wahrnehmen können. Trotz dieser Einschränkung wurde ich mit 38 von 43 Stimmen gewählt. Ich freue mich auf die neue Aufgabe und den doch recht jungen Vorstand. Von den 14 Personen sind 4 unter vierzig, was ein kleiner Erfolg der nachwachsenden Generation ist.
20.11.2016 | Im Wahlkreis
Am 18. November fand der bundesweite Vorlesetag statt. Ziel ist es, Begeisterung für das Lesen und Vorlesen zu wecken und Kinder bereits früh mit dem geschriebenen und erzählten Wort in Kontakt zu bringen. Erwachsene lesen Kindern in der KiTa, in Schule, im Hort oder in Buchläden und Bibliotheken vor.
Um möglichst vielen Kindern in meinen drei Wahlkreisen gerecht zu werden und auch verschiedene Altersgruppen zu beglücken, überlegten wir schon Wochen vorher, wie alles unter einen Hut zu bekommen ist. Am Freitag, also am Vorlesetag, las ich morgens zuerst Grundschulkindern in der Genthiner Bibliothek aus dem Buch “Ich, meine vier Brüder und andere Ungerechtigkeiten” vor. Das Buch wurde von der Klasse ausgesucht und verbleibt jetzt zum Ausleihen in der Bibliothek.
Nachmittags ging es dann ins Soziokulturelle Zentrum nach Burg. Dort las ich mit Hortkindern einer Förderschule aus einer wunderschön illustrierten Ausgabe von “Harry Potter und der Stein der Weisen”. Die Kinder waren so begeistert von den schönen Zeichnungen, dass ich das Buch dem Hortteam schenkte. Toll war, dass wir alle gemeinsam auf einer großen Matte saßen, umgeben von Kissen, Decken und Sitzsäcken. Das war sehr gemütlich und alle konnten gut ins Buch gucken.
Weiter geht es dann am Montag in der KiTa “Heideblümchen” in Colbitz. Dort lese ich zwei Bücher vor, die wir selbst zuhause haben und die unseren Kindern sehr gut gefallen: “Die Schnecke und der Buckelwal” und “Maulwurf und der kleine Vogel”. Außerdem nehme ich noch ein Buch mit, dass sich mit Geschlechterrollen beschäftigt. Eine bewusste Entscheidung, da es momentan im politischen Raum eine große Diskussion über den KiTa-Koffer und Gespräche mit Kindern über Geschlechterrollen und Familienmodelle gibt. Das Buch handelt von einer Prinzessin, die genauso erzogen wird, wie ihre Brüder und zum Schluss auch ganz allein entscheiden will, wen sie heiratet: “Der geheimnisvolle Ritter Namenlos”.
Gegen Mittag geht es dann in die Schöne-Schule nach Wolmirstedt. Da ich noch nicht genau weiß, wie viele Kinder kommen und wie alt sie sind, nehme ich mir einige Bücher zur Auswahl mit.
19.09.2016 | Im Wahlkreis

Nach langer Vorbereitung und sorgfältiger Planung konnten wir heute unser zweites Wahlkreisbüro eröffnen. Es liegt in Wolmirstedt genau in der Fußgängerzone. Zur Feier des Tages gab es frisches Popcorn, leckeren Kuchen von Bäcker Düsedau (und selbstgemachten Kuchen von unserer Vermieterin), hausgemachte Musik von Marcus Fahtz, Anstecker zum Selbstmachen und jede Menge Sekt.
Überraschenderweise war die Bude voll. Obwohl wir mit über 100qm wirklich jede Menge Platz haben, war es zum Teil so eng, dass einige Gäste draußen stehen mussten. Wahnsinn! Jetzt haben wir einen ganzen Blumenwald und Bauchschmerzen von zu viel Kuchen.
Zu den VIP-Gästen zählten unser parlamentarischer Geschäftsführer Stefan Gebhardt, der eine wirklich tolle Rede hielt, Landtagsvizepräsident Wulf Gallert, Fraktionskollegin Doreen Hildebrandt, die ehemaligen Abgeordneten Gudrun Tiedge, Guido Henke, Frank Thiel und Edeltraud Thiel-Rogee, fast der gesamte Kreisvorstand und kurz vor Ende noch ein CDU-Landtagskollege.
Parallel zu unserer Eröffnung weihte die CDU-Börde ihr neues Büro ein, das nur rund hundert Meter von unserem entfernt liegt. Ich hatte zwar keine Einladung, machte mich dann aber doch irgendwann auf den Weg zur CDU. Unterm Arm geklemmt hatte ich ein Spielzeugpferd und Pfeifentabak. Gastgeber der Party am anderen Ende der Fußgängerzone war nämlich Innenminister Holger Stahlknecht, er hatte das Direktmandant im Wahlkreis gewonnen. Den überraschte ich kurzerhand beim Feiern und übergab ihm die Geschenke: Das Pferd (ein Hannoveraner) wegen seiner Reiterstaffel und den Tabak, weil er gern Pfeife raucht.
Was mich dann aber überraschte, war, dass sich der Minister sehr über die Geschenke freute und kurzerhand entschied, mit zu unserem Büro zu kommen. Also schlenderten wir beide in Begleitung der Bodyguards zu uns herüber, machten einen kurzen Rundgang und ein Foto. Wie lustig!
Es war also eine wirklich schöne Eröffnungsfeier. Wir konnten neue Kontakte knüpfen und haben schon die ersten Anfragen für die Nutzung es Raumes. Insgesamt glaube ich, dass wir mit dem Büro vor Ort gut wirken können. Und Wolmirstedt hat ein Highlight mehr zu bieten (-;